Ein Allgäuer Höhenweg der Extraklasse - eine Veranstaltung aus unserem Sommerprogramm 2011

Einen Allgäuer Höhenweg der Extraklasse versprach Rolf Weber den Mitgliedern des SC Aalen und so machten sich 13 Teilnehmer und der Hund Brevis auf ins Allgäu. Von der Talstation der Nebelhorn - Bahn ging es gemächlich bergauf über den landschaftlich sehr reizvollen Wallraffweg zur Gaisalpe.

Der Weg wurde stetig steiler, alpiner, sogar leichte Kletterstellen kamen und die erste Belohnung folgte, umrahmt von Blumenwiesen lag idyllisch der Untere Gaisalpsee vor uns. Es ging weiter nach oben, vorbei am oberen Gaisalpsee, hinauf zum Gundsattel und von dort Richtung Nebelhorn. Warum heißt der Weg Wallraffweg? Sehen wir auch Edelweiß? Wie heißen die Berge und hat deren Namen eine Bedeutung?

So wurde Rolf mit Fragen gelöchert, sein Wissen gab er gern an uns weiter und erzählte aus seinem Erfahrungsschatz, so dass uns nie langweilig war und wir ganz nebenbei die notwendigen Höhenmeter aufstiegen.

Bald  war das Tagesziel und Nachtquartier, die vereinseigene Gaisalp Hütte, erreicht. Dort angekommen wurden "blasen-geplagte" Füße versorgt, Lager bezogen, die letzten Sonnenstrahlen auf der Bank vor der Hütte genossen oder einfach nur tief durch geatmet. Vom Küchenteam wurden alle müden Wanderer mit leckeren Speisen wieder zu Kräften gebracht, bevor der Tag langsam in einen gemütlichen Hüttenabend überging.

Doch schon Sonntag früh drängelte Rolf zum Aufbruch, ausgestattet mit Rucksackvesper von der Hütte, ging es los. Der Höhenweg Richtung Schneck, nunmehr eindeutig alpin, rechts und links pfeift es abwärts, forderte entsprechende Konzentration, bot aber dafür eindrucksvolle Weitblicke in die Allgäuer Berge, auf eine wunderschöne alpine Flora und tatsächlich Enzian und Edelweiß am Wegrand.

Der Abstieg führte uns an der Käseralpe vorbei, steil hinunter ins Oytal. Da wir bereits alle Aus - und Weitsichten in üppiger Form genießen durften, machte auch der mittlerweile einsetzende , leichte Regen nichts mehr aus. Noch eine kurze Rast im Oytalhaus bevor es, ganz bequem per Taxi, das Tal hinaus zu Talstation der Nebelhornbahn ging. Hier wurden wir schon vom Gepäckdienst Sperle erwartet.

Eine Bergtour mit Gepäckservice und einem vereinseigenen Bocuse-Team, dazu herrliche Landschaftsabschnitte, perfekt auf die Wandergruppe zugeschnitten Tempo und Schwierigkeitsgrad und die Aussicht auf weiter Touren, runden ein gelungenes Bergwochenende ab.
Und warum heißt nun der Wallraffweg so? Weil auch der Herr Wallraff, ehemaliger Oberbürgermeister von Köln und früherer Reichstagspräsiden, ein begeisterter Allgäu-Wanderer war.